Homeschooling – Wie ist es uns ergangen?

In diesen Zeiten müssen wir alle zusammenhalten. Mitten im Shut-Down Mitte März wurde jedem von uns vor Augen geführt, wie wichtig es gewesen ist, unsere SchülerInnen seit dem 1. Schultag den Umgang mit neuen Technologien beizubringen. Dank der hervorragenden technischen Ausstattung  unserer Schule stellten wir uns gemeinsam voller Tatendrang, Kreativität und Engagement der neuen Herausforderung “distance learning”.

Dass unsere Arbeit Früchte getragen haben, bewiesen unsere SchülerInnen mit ihrem Know-How. Unsere “future-generation” konnte Just-in-time ihre bisherigen gewonnen digitalen Kenntnisse in die Tat umsetzen. Der Umgang mit einem google-Account war keine neue Herausforderung, gab es doch andere neue Situationen zu bewältigen. Das Zuhause wurde zum Klassenzimmer. Das Home-Office wurde in den letzten Wochen für viele zu einer Selbstverständlichkeit und gehörte somit zum neuen schulischen Alltag zu Hause. Beschränkten sich der Lernstoff vor den Osterferien auf das Wiederholen und Festigen, wurden danach auch neue, weiterführende Unterrichtsaufgaben gestellt. Unsere SchülerInnen wurden mittels Video Onlinestunden mit uns Lehrern begleitet. Damit sie sich von den neuen Materialien nicht überfordert fühlten, fanden auch zusätzliche Betreuungsstunden online statt.

Diese mehrmals in der Woche stattfindenden  Videokonferenzen mit SchülerInnen und LehrerInnen und sogar Elternabende per Videochat stellten sich für uns in der Praxis als produktiv heraus.

So bekamen wir Rückmeldungen über das homeschooling und konnten dadurch mit der Menge der zur Verfügung gestellten Unterrichtsmaterialien jonglieren. Um weiterhin Schulqualität zu sichern, konnten wir auch mittels einer eigenen Online-Befragung der Eltern, unseren Fernunterricht evaluieren lassen und bei Verbesserungsbedarf adaptieren.  Den Spagat zwischen weiterhin Arbeit leisten ohne die Kinder zu überfordern und die Familien in dieser seltsamen Zeit nicht zu belasten, musste gemeistert werden.

Solidarität ist nicht zu teilen was man übrig hat, sondern zu teilen was man hat.

Dass Menschen trotz Einschränkungen solidarisch und konstruktiv bleiben, zeigte sich durch die Zusammenarbeit der NMS 2 Wörgl mit anderen Schulen in der Umgebung. Erfahrungen und Methoden wurden untereinander ausgetauscht. Bei technischen Problemen wurde sich gegenseitig geholfen. Ungeachtet der geltenden Quarantänebestimmungen, wechselten sogar einige unserer Chromebooks Gemeindegrenzen und konnten somit sicherstellen, dass so viele wie möglich bestens ausgestattet waren. Das landesweite Motto kam auch bei uns an: “Zamm halten, dann schaffmas.” 


Hier sieht man die sportlichen und kreativen Beiträge unserer SchülerInnen während der Quarantäne.