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Feuerwehrübung Wörgl

Bericht der Feuerwehr Wörgl

Dominik Prosch wird geborgen.
Dominik Prosch wird geborgen.

Am Samstag den 24. Oktober fand in der Augasse, nahe dem Seniorenheim, die Abschlussübung der Wörgler Wehr statt. Dieses Ereignis ließen sich zahlreiche Zuschauer nicht entgehen und beobachteten das Können mit strengen Blicken.

Die Übungsannahme:
Das Übungsszenario wurde diesmal auf den Themenschwerpunkt Technik ausgerichtet. Insgesamt waren 5 Fahrzeuge in den Unfall verwickelt. Zwei PKWs waren zusammengestoßen und ins angrenzende ca. drei Meter tiefe Bachbett gestürzt. Ein Fahrzeug fing kurze Zeit später Feuer. Die Fahrzeuge waren mit zwei bzw. drei Personen besetzt. Die Opfer waren nur zum Teil bei Bewusstsein und eingeklemmt. Ein nachkommender LKW Lenker konnte nicht mehr rechtzeitig anhalten und rammte ein weiteres Fahrzeug und ein Mofa. Der Mofalenker wurde zwischen LKW und PKW eingeklemmt und blieb mit schwersten Verletzungen unter dem Fahrzeug liegen. Die Insassen des Autos wurden in ihrem Fahrzeug eingeklemmt und konnten sich aus eigener Kraft nicht befreien. Der Lastkraftwagen hatte höchst brennbare Flüssigkeiten geladen, die unmittelbar danach zu brennen begannen. Der Lastwagenlenker krachte mit voller Wucht auf das Lenkrad und blieb regungslos liegen.

Eingesetzte Kräfte und deren Aufgaben:
Die Einsatzstelle wurde nach Erkundung durch den Einsatzleiter in zwei separate Einsatzbereiche aufgeteilt und den jeweiligen Zugskommandanten zugeteilt. Zu der Übung war die Feuerwehr Wörgl mit allen Fahrzeugen und ca. 65 Mann, die Feuerwehr Bruckhäusl mit zwei Fahrzeugen und ca. 15 Mann und das Rote Kreuz mit drei Fahrzeugen und sieben Mann angerückt.
Im ersten Einsatzbereich wurden das TLF Wörgl und das RLF Bruckhäusl eingesetzt. Die Wasserversorgung wurde von der KLF- Mannschaft, die die Tragkraftspritze beim Wörgler Bach in Stellung brachte, sichergestellt. Sofort begann das TLF das Feuer mit Zuhilfenahme von schweren Atemschutz und Schwerschaum zu löschen. Zeitgleich begann das RLF Bruckhäusl mit der Bergung der eingeklemmten Mofalenkers bzw. der Fahrzeuginsassen. Vom TLF Wörgl wurde die Bergung des nicht ansprechbaren LKW Lenkers vorgenommen. Da dieser schwerste Kopfverletzungen hatte, musste er so schonend wie möglich geborgen werden. Dafür baute man eine Rettungsplattform auf um die nicht gerade leichte Person aus dem erhöht liegenden Führerhaus zu bekommen. Von der alarmierten Rettung wurde die Erstversorgung durchgeführt und die Patienten zur weiteren Behandlung ins Rettungszelt gebracht.
Der zweite Einsatzbereich gestaltete sich schon schwieriger. Zwei Fahrzeuge lagen im Bachbett. Eine große Herausforderung für die Einsatzkräfte war schon der Abstieg zu den Verunfallten. Die Böschung war relativ steil und das Bachbett sehr rutschig. Bevor man mit der eigentlichen Bergung beginnen konnte, mussten die Fahrzeuge gegen weiteres Abrutschen gesichert werden. Diese erfolgte mittels Greifzug und Hydraulikwinde. Das Großtanklöschfahrzeug stellte den Brandschutz und die Wasserversorgung für das RLF her. Das SRF brachte den Kran in Stellung und barg so die verletzten Personen. Die Drehleiter rüstete sich mit dem erst kürzlich angeschafften, aber immer wieder hilfreichen Bergesack, wie man ihn auch von Tiefenbergungen mit dem Hubschrauber kennt, aus und unterstützte so das RLF mit der Bergung der Personen.

Das Fazit:
Nach getaner Arbeit traten alle Beteiligten zur Übungsbesprechung an. Nach der Vergatterung durch den Einsatzleiter wurde das Wort an den Kommandanten Koidl Josef übergeben. Dieser zeigte sich über den positiven Übungsablauf erfreut und bedankte sich bei allen Anwesenden für ihr Engagement und der Bevölkerung für ihr reges Interesse. Einen besonderen Dank sprach er Alexander Kruckenhauser mit seiner Firma SOS im Unterland aus, die sich immer wieder um die Übungsfahrzeuge und deren Ab- und Antransport bemühen. Ein Dank auch an das Rote Kreuz und der FF Bruckhäusl für die immer wieder gute Zusammenarbeit. Als Übungsbeobachter zeigte sich Abschnittsbrandinspektor Helmut Burgstaller, vom Abschnitt Kirchbichl, über die Professionalität aller Einsatzkräfte und dem reibungslosem Übungsverlauf höchst zufrieden. Bürgermeister Arno Abler war vom Zusammenspiel der verschiedenen Feuerwehren und Rotem Kreuz sichtlich begeistert. Dass es bei der Feuerwehr lange schon nicht mehr nur um das Löschen von Bränden geht, zeigt wie universell einsetzbar die Feuerwehren sind. Im Anschluss lud Kommandant zu einer Jause im Gerätehaus ein und beendete die Übung mit einem Gut Heil.